de.news

FSSPX: "Nur noch zwei Bischöfe und die Kirche ändert nicht die Richtung"

Pater Davide Pagliarani, Oberer der Priesterbruderschaft St. Pius X., sprach in einem internen Interview mit FSSPX.news über die geplanten Bischofsweihen am 1. Juli. Die wichtigsten Zitate.

- "Unabhängig von den Bischofsweihen rechtfertigen wir schon jetzt unser Apostolat, eben weil es in der Kirche einen Zustand der Notwendigkeit gibt. Und gerade wegen dieser Notlage drängt sich diese Entscheidung auf - zum Wohle der Seelen."

- "Wir haben jetzt nur noch zwei Bischöfe, die älter werden. Es sieht nicht so aus, als würde sich die Situation der Kirche in den nächsten Jahren ändern."

- "Ich denke, dass die Ankündigung der Weihen fünf oder sechs Monate im Voraus uns erlaubt, uns auf das Schlimmste vorzubereiten; aber sie erlaubt dem Papst auch, nachzudenken und, wie ich hoffe, weitere Erklärungen von uns zu erhalten, um unseren guten Willen besser zu verstehen. [...] Wir haben gute Absichten."

- "Definition des Zustandes der Not: Es ist die Schwierigkeit, in einer Pfarrei die für unsere Erlösung notwendigen Mittel zu finden - die Wahrheit, die Verkündigung der Wahrheit, die katholische Morallehre und die Sakramente. Ich glaube, dass es heute noch schlimmer ist. Viel schlimmer [als im Jahr 1988]. Die von Papst Franziskus getroffenen Entscheidungen sind katastrophal."

- "Ein Beispiel ist die Aussage von Papst Franziskus, dass die Pluralität der Religionen von göttlicher Weisheit gewollt sei, von Gott selbst gewollt. Gott hätte also die Pluralität der Religionen als solche gewollt. Ist diese Aussage katholisch? Ist es Gott, der die wahre Religion zusammen mit den Irrtümern daneben gewollt hat? Nein. Das ist eine Absurdität."

- "Die Plattformen im Internet ermöglichen trotz allem die Verbreitung guter Ideen. Dieses wachsende Bewusstsein wird durch den Austausch und die Online-Plattformen gefördert, auch außerhalb der FSSPX. Jeder entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und aus seiner eigenen Perspektive, aber das Phänomen ist unbestreitbar. Es gibt also ein größeres Bewusstsein für diese Fehler."

- "Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an den Holocaust, hielt der Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre eine offizielle Rede. Darin verglich er die historische Inquisition - die Vorgängerin seines eigenen Amtes - mit der Gestapo. Das impliziert, dass die Kirche, die sich jahrhundertelang für die Verteidigung des Glaubens eingesetzt hat, wie eine Nazi-Geheimpolizei gehandelt hat. Es stellt sich also die Frage: Wer liebt die Kirche und ihre Tradition wirklich?"

- "Wenn wir keine offizielle kanonische Mission haben, dann gerade deshalb, weil es ein Problem in der Kirche gibt. Die Kirche orientiert sich zunehmend an anderen Zielen als der Rettung der Seelen - Ziele, die viel mehr mit dieser Welt zu tun haben. Zum Beispiel die ökologischen Probleme."

- Wir sind in Gemeinschaft, weil wir an dieselben Dinge glauben. Wir glauben alles, was die Kirche lehrt, und wir halten uns daran. Die Gemeinschaft ist kein Gefühl und auch kein Verwaltungsstempel. Gemeinschaft ist Gemeinschaft im Glauben."

- "Die Institute von Ecclesia Dei existieren, weil es die FSSPX gibt. Historisch gesehen begannen sie 1988 nach den Bischofsweihen. Rom wollte eine Alternative für diejenigen schaffen, die der traditionellen Liturgie zugetan waren, aber nicht dem sogenannten 'Schisma' von Erzbischof Lefebvre folgen wollten."

- "Diese Institute befinden sich in einer Situation, in der es in erster Linie der örtliche Bischof ist, der sie aufnehmen oder ausschließen, sie anerkennen oder ausschließen kann. Aber wenn Sie eine Familie haben und die Kapelle, in der Sie die Messe besuchen, plötzlich geschlossen wird, weil der Bischof seine Meinung geändert hat, wohin gehen Sie dann mit Ihrer Familie? Kehren Sie zu der neuen Messe zurück?"

- "Die traditionelle Moral in Bezug auf die Ehe ist ruiniert worden. Sie ist zusammengebrochen. All das geschieht natürlich im Namen des Verständnisses, des Zuhörens und der Fähigkeit zur Anpassung. Und so wird am Ende alles gerechtfertigt."

Bild: FSSPX.news, AI-Übersetzung

1:21:43
262K
De Profundis

Warum hat P. Pagliarani auf den Bildern so häufig einen verschlagenen Blick?

Bethlehem 2014

Fragen Sie ihn!

Franz Xaver

Das liegt wohl im Auge des (unvoreingenommenen, sic!) Betrachters.

Carlus teilt das
331
Josefa Menendez

Die verdorrte Novus Ordo Rebe von dem installierten Usurpator Prevost fördert die "ökologische Bekehrung", Sodomie, Ehebruch, Heidentum und vor allem linke marxistische Politik. Ist das der Weg zur Rettung der Seelen nach der katholischen überlieferten Doktrin Christi? Blinde, die Blinde führen.

Josefa Menendez

Die heilige Tradition Christi ist CHRISTUS SELBST. Er und Seine heiligste Mutter sind "Hindernisse", welche Prevost loswerden will, denn er will seine synkretistische, entmaskulinisierte, sodomitische, synodale, marxistische NGO-Sekte als katholisch verkaufen.

Katja Metzger teilt das

"Die Plattformen im Internet ermöglichen trotz allem die Verbreitung guter Ideen. Es gibt ein wachsendes Bewusstsein über die Not in der Kirche"

1240
Don Camillo

FSSPX haltet stand! Und NEIN zur Anpassung

ingrid kaletka

Es ist der Vatikan selbst der antichristliche Lehren und Zustimmung zur Sünde propagiert - Ein verkleideter Anführer - der Nachfolger Bergoglios, der häretische Lehren verbreitet hat - will nun die Vollendung des antichristlichen "House of One" schaffen und greift damit das ALLERHEILIGSTE HERZ JESU und das UNBEFLECKTE HERZ MARIENS direkt an. EINZIG die FSSPX ist es die im LICHT DER WAHRHEIT der Heiligen TRADITION unserer Katholischen Apostolischen Kirche folgt. Hier sind die WAHREN HIRTEN in TREUE ZUM DREIFALTIGEN GOTT zu finden. GOTT SEGNE DIE FSSPX!

Mile Christi

Dann muß man halt von seiten der FSSPX endlich zugeben, daß der verkleidete Anführer kein legitimer Papst sein kann, dem man Gehorsam schuldet, und das Problem ist gelöst!

Franz Xaver

Ein Papst kann per se nie legitim bzw illegitim sein, sondern nur seine einzelnen Handlungen. Wenn eine Person nach den geltenden kanonischen Bestimmungen und der dazu bestimmten Institution zum Bischof von Rom gewählt und diese die Wahl angenommen hat und - sofern sie noch nicht die Bischofsweihe empfangen hat - zum Bischof geweiht worden ist, dann ist diese Person legal Papst mit all den daraus erfließenden Funktionen, ob es irgendeinem Sedisvakantisten, Sektierer, Häretiker, Schismatiker, Hobbykanonisten, Hobbyrichter, Hobbytheologen oder Hobbydogmatiker oder Kopf-in-den-Sand-Steckern passt oder nicht.

catharina

Ein interessantes Argument Pater Pagliaranis:
"Wir sind in Gemeinschaft, weil wir an dieselben Dinge glauben. Wir glauben alles, was die Kirche lehrt, und wir halten uns daran. Die Gemeinschaft ist kein Gefühl und auch kein Verwaltungsstempel. Gemeinschaft ist Gemeinschaft im Glauben."
Hierin ist etwas Wichtiges gesagt: die Einheit im Glauben. Zugleich wird etwas Wichtiges weggelassen: die sichtbare Einheit durch konkrete kirchlich-kanonische Bande.
Für sich allein genommen ist die Gemeinschaft im Glauben das protestantische Prinzip der Einheit. Deshalb hat die Kirche die Lehre verworfen, nach welcher die wahre Kirche dort sei, wo der wahre Glaube (und die Sakramente) sind.
Pagliaranis Erklärung ist somit defizient.

Mile Christi

Es fehlt eben das dritte Kriterium: Die hierarchische Gemeinschaft unter den legitimen Hirten! Wer wie die FSSPX Prevost und die Konzilsbischöfe als legitime Hirten (zumindest mit dem Mund) anerkennt, kann sich schwer auf Notstand berufen, da es ja einen "Heiligen Vater" und legitime Bischöfe ihrer Behauptung nach gibt, und hat sich diesen selbstverständlich unterzuordnen. Alles andere erfüllt den Tatbestand des Schismas!

Mile Christi

@Bethlehem 2014
Sind Sie in Gemeinschaft mit Leo XIV. und seiner Religion oder nicht?
Stimmen Sie zu, dass es letztendlich allein Sache des Papstes ist, zu entscheiden, wer mit ihm in Gemeinschaft steht und wer nicht, wie es Papst Pius IX. lehrt? Wie Pius XII. in seiner Enzyklika „Quartus Supra“ über die Armenier schreibt: „Die meisten Menschen sind der Überzeugung, daß das Oberhaupt und der Hirte der Kirche entscheiden sollte, wer katholisch ist und wer nicht“ (Nr. 15).
Stimmen Sie zu, wie das (Erste) Vatikanische Konzil im Anschluß an das vierte Konzil von Konstantinopel lehrt, daß „beim Apostolischen Stuhl … stets die katholische Religion unversehrt bewahrt und die heilige Lehre in Ehre gehalten“ wurde (DZ 1833, DH 3066)? (NB: „Stets“, das bedeutet auch bei „Franziskus I.“ und „Leo XIV.“)
Stimmen Sie zu, wie ebenfalls das Vatikanische Konzil lehrt, daß Leo XIV., den Sie unbedingt als Papst der katholischen Kirche anerkennen, „der höchste Richter der Gläubigen“ ist, zu denen Sie sich selber zählen, und daß man „in allen Rechtsfragen, die der kirchlichen Prüfung unterliegen, sein Urteil einholen kann; das Urteil des Apostolischen Stuhles aber, über dessen Autorität hinaus es keine größere gibt, … von niemandem [auch nicht der „Piusbruderschaft“] neu erörtert werden“ darf und es keinem [auch nicht der „Piusbruderschaft“] erlaubt ist, „über sein Urteil zu urteilen“ (Dz 1830, DH 3063)?
Unterwerfen Sie sich Papst Leo XIV. in derselben Weise, wie Sie sich auch Papst Pius X. unterworfen hätten, wenn Sie unter seinem Pontifikat gelebt hätten? [Wir fürchten in der Tat, daß die Lefebvristen einem Pius X. ebenso wenig gehorcht und ihn ebenso kritisiert hätten, z.B. für seine Brevierreform, wie es ja einige „Traditionalisten“ heute ganz offen tun und den heiligen Papst einen „liturgischen Modernisten“ (Kwasniewski) nennen.]
Stimmen Sie der Lehre von Papst Pius XII. zu, wonach „Christus Jesus am Kreuz seiner Kirche den Quell göttlicher Gaben eröffnete. So ward sie instandgesetzt, den Menschen eine stets unfehlbare Lehre zu künden, sie durch die von Gott erleuchteten Hirten heilbringend zu leiten und mit himmlischen Gnaden zu überschütten“ (Enzyklika Mystici Corporis, Nr. 31)?
Stimmen Sie der Lehre von Papst Leo XIII. zu, daß die „Kirche die Fortsetzung der Sendung des Erlösers“ ist und daß sie „keine Kompromisse mit Irrtümern“ eingeht, sondern „den Geboten treu“ bleibt, „die sie erhalten hat, um die Lehre Jesu Christi bis an die Grenzen der Welt und bis zum Ende der Zeit zu tragen und sie in ihrer unantastbaren Integrität zu schützen“ (Apostolisches Schreiben Annum Ingressi)?
Stimmen Sie der Lehre des heiligen Papst Pius X. zu, wonach das „erste und wichtigste Kriterium des Glaubens, der ultimative und unanfechtbare Test der Rechtgläubigkeit“ besteht im „Gehorsam gegenüber der Lehrautorität der Kirche, die immer lebendig und unfehlbar ist….“ (Ansprache Con Vera Soddisfazione, 10. Mai 1909)?
Wer hat das letzte Urteil darüber, was rechtgläubige Lehre ist: Rom oder das „Pius“-Hauptquartier in Menzingen in der Schweiz? Wenn Rom in unserer heutigen Zeit nicht das letzte Urteil zusteht, warum sollte es im Jahr 1910 (beispielsweise) so gewesen sein, und wann war der Übergang von „immer das letzte Wort“ zu „manchmal das letzte Wort, je nachdem, wie sie entscheiden, nach Einschätzung von Menzingen“, und wer entscheidet darüber?
In seiner Enzyklika „Satis Cognitum“ schreibt Papst Leo XIII.: „Der heilige Augustinus legt ebenfalls Zeugnis ab dafür, ‚daß in der römischen Kirche der Vorrang des apostolischen Stuhles stets bestanden habe‘. Das sei kein Katholik, der vom römischen Glauben abweiche: ‚Man glaubt dir nicht, daß du den katholischen Glauben besitzest, da du nicht lehrst, man müsse den römischen Glauben befolgen‘“ (Nr. 13). Befolgen und lehren Sie den „Glauben von Rom“? [Und bitte keine spitzfindigen Unterscheidungen wie die zwischen dem „ewigen Rom“ und dem „Rom der neoprotestantischen und neomodernistischen Tendenz“!]
Glauben Sie, daß die katholische Kirche, die Braut Christi, mit „aufrichtigem Ernst“ jene „Handlungs- und Lebensweisen“ der nichtchristlichen Religionen betrachtet, „jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet“ („II. Vatikanum“, Nostra Aetate, Nr. 2)? Glauben Sie, daß „Papst“ Paul VI. dies mit seiner „Apostolischen von Christus übertragenen Gewalt“ „im Heiligen Geist approbiert, beschlossen und festgesetzt“ und „zur Ehre Gottes zu promulgieren befohlen“ hat, wie es in der lateinischen Schlußformel des Dokuments heißt? [„Haec omnia et singula quae in hac Declaratione edicta sunt, placuerunt Sacrosancti Concilii Patribus. Et Nos, Apostolica a Christo Nobis tradita potestate, illa, una cum Venerabilibus Patribus, in Spiritu Sancto approbamus, decernimus ac statuimus et quae ita synodaliter statuta sunt ad Dei gloriam promulgari iubemus.“]
Nehmen Sie für einen kurzen Augenblick an, Paul VI. sei kein gültiger Papst gewesen, wie wir „Sedisvakantisten“ behaupten. Würden Sie dann beipflichten, daß alle sakramentalen Riten, die er „promulgiert“ hat und in welchen die wesentliche Materie oder Form verändert wurde, ungültig sein könnten?
Wenn Sie auf die vorige Frage mit „Ja“ geantwortet haben, stimmen Sie dann zu, daß der „Sedisvakantismus“ der sichere einzuschlagende Weg ist, falls sich herausstellen sollte, daß Paul VI. tatsächlich kein gültiger Papst gewesen ist (was Erzbischof Lefebvre bekanntlich nicht ausschließen wollte)?
Wenn es einen Disput zwischen „Pius“-Priestern in diesen Dingen gibt und diskutiert wird, wie man die Fragen zu beantworten hat, warum ist das so und wer entscheidet darüber, welche Antworten die „wahre traditionelle katholische Position“ bezeichnen?
Wenn Ihnen einige dieser Fragen unangenehm sind, warum ist das so?

Boni

Hochproblematisch ist die beispielsweise von Zuschreiberin @Bethlehem 2014 vertretene Auffassung, man könne diesen kolossalen Glaubensabfall mit kirchenrechtlichen Finessen bewältigen. Und auch in der Schrift wird man nichts finden, dass Leuten Autorität zubilligt, die den katholischen Glauben mehr hassen als alle falschen Religionen zusammen. Ihre unten stehende Aufforderung, man solle "einfach mal Bibel lesen" (wie es viele falsche Religionen tun), kann man also diesbezüglich abtun.

Bethlehem 2014

@Boni Sie sollten wenigstens aufhören, zu gendern, wenn Sie nicht einmal das können... 🤪

Bethlehem 2014

Den Papst als Papst anzuerkennen, schließt keineswegs ein, ihm in allen Dingen zustimmen, geschweige denn, ihm bedingungslos folgen zu müssen.
Sie sollten vielleicht einfach mal die Bibel lesen!

Franz Xaver

Auch ich habe eine Frage an Sie, Bethlehem 2014: Was halten Sie von Menschen, die Behauptungen aufstellen und Fragen stellen, gleichzeitig aber Beiträge und Kommentare deaktivieren und/oder blockieren? Ich halte nichts davon, denn das ist für Schwurbler, Einfältige, Sture und Verwirrte charakteristisch; da hilft auch kein Bibellesen.

Wer die Beschlüsse des Ersten Vatikamuns kennt, weiß, dass die Realität nicht so einfach ist... 😎

Turbata

Papst Franziskus sagte, dass die Pluralität der Religionen von göttlicher Weisheit gewollt sei. Natürlich ist das noch mehr als horrender Blödsinn. - Umso schlimmer, dass eine wirklich katholische Gemeinschaft, wie FSSPX, womöglich gnadenlos abgeschoben wird, ohne dass sich eine Lösung findet, die vor der Kirchenlehre vertretbar ist. - Beten wir!

Mile Christi

Wer davon überzeugt ist, daß Leo der Heilige Vater ist, kann nicht so reden, ohne das Papsttum massiv zu beschädigen!